Der Rita-Clemens-Menschenrechtspreis erinnert an die vier Monate alte Rita Clemens, die gemeinsam mit ihrer Familie sowie weiteren Hamburger Roma und Sinti am 18. April 1944 aus Hamburg in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet wurde. Der Preis steht stellvertretend für die über 1.500 Hamburger Roma und Sinti, die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurden, und mahnt zu Erinnerung, Verantwortung und zum Schutz der Menschenrechte.
Mit der Auszeichnung werden Persönlichkeiten geehrt, die sich in besonderer Weise für die Menschenrechte, eine verantwortungsvolle Erinnerungskultur sowie für die Anerkennung der Opfer rassistischer Gewalt und Verfolgung eingesetzt haben.
Preisträger des Jahres 2026 ist Prof. Dr. Detlef Garbe, der sich seit Jahrzehnten in herausragender Weise für die wissenschaftliche Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen engagiert. Seine Arbeit hat wesentlich dazu beigetragen, bislang marginalisierte Opfergruppen – insbesondere auch Roma und Sinti – sichtbar zu machen und dauerhaft in der Hamburger Erinnerungs- und Gedenkkultur zu verankern.
Veranstaltungsdetails:
Montag, 26. Januar 2026
18:00 Uhr
Hauptkirche St. Katharinen, Hamburg
Die Verleihung des Rita-Clemens-Menschenrechtspreises ist keine öffentliche Veranstaltung.
Eine Teilnahme ist ausschließlich nach vorheriger Anmeldung per E-Mail an rcu.ev@web.de möglich.
Der Einlass erfolgt nur für Personen, die von uns eine ausdrückliche Teilnahmebestätigung erhalten haben.

